Haus Lemke

Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich

Ab dem 10. Dezember 2025 präsentiert das Kunstgewerbemuseum eine umfassende Ausstellung der Möbel aus Haus Lemke in Berlin, die eines der am besten erhaltenen originalen Interieurs aus dem Werk von Ludwig Mies van der Rohe zeigt. Das 1932/33 erbaute und heute als „Mies van der Rohe Haus“ bekannte Gebäude verkörpert in seiner Innenausstattung, die in Zusammenarbeit mit Lilly Reich entstand, die Ästhetik der 1920er und 30er Jahre – eine anspruchsvolle Kombination aus Holz, Stein, Glas und Metall in streng geometrischen Formen. Während Mies erste Entwürfe erstellte, erfolgte die vollständige Einrichtung um 1937 unter Beteiligung von Reich und ehemaligen Mitarbeitern. Nach einer Zeit vielfältiger und beschädigender Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg, unter anderem als Werkstatt und Lager, wurde das Haus 1977 unter Denkmalschutz gestellt und von 2000 bis 2002 umfassend restauriert, um nun als kommunale Galerie zu dienen. Diese Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in ein wegweisendes Beispiel modernen Interieurdesigns.

Heimsuchung

40 Jahre KGM am Kulturforum
15.11.2025 bis 14.06.2026

Die Ausstellung thematisiert anlässlich des 40-jährigen Bestehens des 1985 eröffneten Museumsbaus von Rolf Gutbrod die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Institution. Statt eines chronologischen Rückblicks untersucht sie die Gründungsideen des Kunstgewerbemuseums, seine Rolle als Bildungs- und Sammlungsort, die Auswirkungen der deutschen Teilung mit den Standorten Kulturforum und Schloss Köpenick sowie die fast 20-jährige Planungs- und Baugeschichte des Hauses. Im Fokus stehen museologische, soziale und architektonische Fragen, darunter der Anspruch eines demokratischen Bildungsortes, konservatorische und bauliche Anforderungen sowie die frühere Infogalerie. Zugleich gibt die Ausstellung Einblicke in Arbeitsbereiche wie Restaurierungswerkstätten und thematisiert anstehende Aufgaben wie Sanierung, Renovierung und inhaltliche Neuausrichtung, wobei die Zukunft des KGM ausdrücklich als offener Prozess zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Tagung Zinn im Kunstgewerbe

Tagung am 13/14.06.25

Wissenschaftliche Tagung im Schloss Köpenick, die das Thema „ZINN“ aus unterschiedlicher Perspektive fachlich vertieft. Anmeldung erforderlich über Dr. Otto A. Baumgärtel: zinn-symposium@gmx.de

Symbiotic Wood

28.06.2025 – 21.09.2025 Kunstgewerbemuseum
Symbiotic Wood (https://more-than-human.eu/symbiotic-wood-exhibition/) ist ein Ausstellungsprojekt des Exzellenzclusters »Matters of Activity« (www.matters-of-activity.de) an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Teil des the __matter Festival 2025 und zugleich 4. und abschließendes Projekt innerhalb der am KGM von Frau Claudia Banz kuratierten Projektreihe More than human. Design after the Antropocene (https://more-than-human.eu/)

Das Projekt Symbiotic Wood widmet sich der Neubewertung von schädlingsbefallenem Fichtenholz unserer klimageschädigten Wälder und seiner Verwendung in Bauwesen und Architektur. Mit dem Klimawandel extrem verstärkt, sind die mittel- und süddeutschen Fichtenwälder durch den Borkenkäfer zunehmend geschädigt, das Holz ganzer Forste gilt nach herkömmlicher Sicht als unbrauchbar und bestenfalls zur Verbrennung geeignet. Der angedachte Perspektivwechsel hingegen toleriert und wertschätzt den Schädlingsbefall und untersucht seine Konsequenzen: das gilt für die technischen Materialeigenschaften des befallenen Holzes ebenso wie für seine ästhetische Erscheinung.

Respiration


Dezember 2024 bis Dezember 2025 im KGM

atelier le balto steht seit 2001 für das in Berlin ansässige Landschaftsarchitekturbüro. Die Ausstellung im Kunstgewerbemuseum zeigt Projekte der letzten 25 Jahre. Zwischen Garteninstallationen, transformierten Brachen und Parkentwürfen steht der Prozess im Zentrum der Arbeit der Landschaftsarchitekt:innen. Als Teil der Ausstellung wird die Arbeit im Garten durch die Umwandlung des unmittelbar an das Kulturforum angrenzenden Museumshofs direkt sichtbar. Die Elemente des Gartens – Bäume, Erde, Licht und Schatten -werden zu einer neuen Komposition zusammengefügt, bis ein Ort entsteht, der durch die Entwicklung der Pflanzen und die Bewegung der Menschen wieder zu atmen beginnt und sich mit der umgebenden (Museums-)Landschaft verbindet.

Virtual Couture

3D digitale Rekonstruktion und Animation von Kleidermodellen
ab 20. Juni 2025

smb.museum/kgm
Eine Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam. 
Die projektbezogene Kooperation zwischen der FH-Potsdam und dem KGM hat das Ziel, die Ergebnisse einer intensiven Auseinandersetzung von Studierenden der FH Potsdam mit Werken des Kunstgewerbemuseums der Öffentlichkeit in den Räumlichkeiten des Kunstgewerbemuseums zu präsentieren.

The Art of Making 2025:

Zeitgenössisches Kunsthandwerk und Design aus Paris und Berlin 2025
04.04.2025 – 01.06.2025

Eine Kooperation mit der Handwerkskammer Berlin
Im Rahmen der Europäischen Tage des Kunsthandwerks (ETAK) zeigt die Ausstellung alle Arbeiten, die die Handwerkskammern in Paris und Berlin juriert und ausgezeichnet haben. Sie bietet ein breites Panorama der Innovationen in den Sparten Möbel-/Instrumentenbau, Schmuckherstellung, Glasgestaltung, Keramik, Skulptur und Mode aus den beiden europäischen Metropolen und führt eindrücklich vor Augen, welche Lösungen die Gestalter:innen entwickelt haben, um unseren Alltag und unsere Umwelt zu verbessern.

Haus Lemke:

Die Möbel von Lilly Reich und Mies van der Rohe
TBA

Das Haus Lemke (auch Landhaus Lemke oder Mies van der Rohe Haus) im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen ist das letzte von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Wohnhaus in Deutschland. Es entstand 1933 unter dem Eindruck des Neuen Bauens unter dem Namen Haus Lemke. Sowohl Mies van der Rohe als auch seine damalige Lebensgefährtin und Arbeitskollegin Lilly Reich entwarfen die Möbel für das Haus Lemke. In jedem Raum kam eine andere Holzart zu Einsatz. Die Möbel aus dem Nachlass Lemke befinden sich heute in der Sammlung des Kunstgewerbemuseums Berlin.

Mode aus Paris

Schenkung Erika Hoffmann
27.02. -07.06.2026

Breite Schultern, scharfe Schnitte, betonte Hüften – davon ist die Mode der 1980er-Jahre geprägt. Designer wie Thierry Mugler, Jean-Charles de Castelbajac, Pierre Cardin und Jean-Paul Gaultier beeinflussen die Modelandschaft der damaligen Zeit, vor allem in Paris. Dieser Zeitgeist spiegelt sich auch in der Schenkung der Kunstsammlerin Erika Hoffmann wieder, die das Kunstgewerbemuseum jüngst erhalten hat. Von Alltagskleidung über Abendgarderobe bis hin zu avantgardistischen Stücken von Maison Margiela. Ihre Schenkung reicht vom Ende der 1970er-Jahre bis Anfang der 1990er-Jahre. Die Ausstellung zeigt 20 ausgewählte Kleidungsstücke und Accessoires aus über 20 Jahren Pariser Modegeschichte.

Double Mise en Évidence – Kunst zeigt Kunst. WALL PAPERS von Luc Wolff

Kunstgewerbemuseum
31.1.2025 -20.4.2025 ACHTUNG: Aufgrund der großen Beliebtheit verlängert bis zum 11. Mai!

Ausgewählte Artefakte aus dem Museumsbestand des KGM werden vor dem Hintergrund großformatiger WALLPAPERS des Künstlers Luc Wolff ausgestellt. Im Gegenüber von aktueller Kunst und musealem Objekt kann das Verhältnis zwischen angewandter und freier Kunst neu in den Blick genommen und ihre jeweilige Rolle und Relevanz im Museumskontext hinterfragt werden.