Mode aus Paris
Schenkung Erika Hoffmann
27.02. -07.06.2026
Breite Schultern, scharfe Schnitte, betonte Hüften – davon ist die Mode der 1980er-Jahre geprägt. Designer wie Thierry Mugler, Jean-Charles de Castelbajac, Pierre Cardin und Jean-Paul Gaultier beeinflussen die Modelandschaft der damaligen Zeit, vor allem in Paris. Dieser Zeitgeist spiegelt sich auch in der Schenkung der Kunstsammlerin Erika Hoffmann wieder, die das Kunstgewerbemuseum jüngst erhalten hat. Von Alltagskleidung über Abendgarderobe bis hin zu avantgardistischen Stücken von Maison Margiela. Ihre Schenkung reicht vom Ende der 1970er-Jahre bis Anfang der 1990er-Jahre. Die Ausstellung zeigt 20 ausgewählte Kleidungsstücke und Accessoires aus über 20 Jahren Pariser Modegeschichte.
Virtual Couture
3D digitale Rekonstruktion und Animation von Kleidermodellen
ab 20. Juni 2025
smb.museum/kgm
Eine Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam.
Die projektbezogene Kooperation zwischen der FH-Potsdam und dem KGM hat das Ziel, die Ergebnisse einer intensiven Auseinandersetzung von Studierenden der FH Potsdam mit Werken des Kunstgewerbemuseums der Öffentlichkeit in den Räumlichkeiten des Kunstgewerbemuseums zu präsentieren.
Heimsuchung
40 Jahre KGM am Kulturforum
15.11.2025 bis 14.06.2026
Die Ausstellung thematisiert anlässlich des 40-jährigen Bestehens des 1985 eröffneten Museumsbaus von Rolf Gutbrod die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Institution. Statt eines chronologischen Rückblicks untersucht sie die Gründungsideen des Kunstgewerbemuseums, seine Rolle als Bildungs- und Sammlungsort, die Auswirkungen der deutschen Teilung mit den Standorten Kulturforum und Schloss Köpenick sowie die fast 20-jährige Planungs- und Baugeschichte des Hauses. Im Fokus stehen museologische, soziale und architektonische Fragen, darunter der Anspruch eines demokratischen Bildungsortes, konservatorische und bauliche Anforderungen sowie die frühere Infogalerie. Zugleich gibt die Ausstellung Einblicke in Arbeitsbereiche wie Restaurierungswerkstätten und thematisiert anstehende Aufgaben wie Sanierung, Renovierung und inhaltliche Neuausrichtung, wobei die Zukunft des KGM ausdrücklich als offener Prozess zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.
15.11.–14.6.2026Haus Lemke
Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
Ab dem 10. Dezember 2025 präsentiert das Kunstgewerbemuseum eine umfassende Ausstellung der Möbel aus Haus Lemke in Berlin, die eines der am besten erhaltenen originalen Interieurs aus dem Werk von Ludwig Mies van der Rohe zeigt. Das 1932/33 erbaute und heute als „Mies van der Rohe Haus“ bekannte Gebäude verkörpert in seiner Innenausstattung, die in Zusammenarbeit mit Lilly Reich entstand, die Ästhetik der 1920er und 30er Jahre – eine anspruchsvolle Kombination aus Holz, Stein, Glas und Metall in streng geometrischen Formen. Während Mies erste Entwürfe erstellte, erfolgte die vollständige Einrichtung um 1937 unter Beteiligung von Reich und ehemaligen Mitarbeitern. Nach einer Zeit vielfältiger und beschädigender Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg, unter anderem als Werkstatt und Lager, wurde das Haus 1977 unter Denkmalschutz gestellt und von 2000 bis 2002 umfassend restauriert, um nun als kommunale Galerie zu dienen. Diese Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in ein wegweisendes Beispiel modernen Interieurdesigns.
Ausstellungen