Ausstellungen
  • Haus Lemke
    Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
    Ab dem 10. Dezember 2025
    Kunstgewerbemuseum



    Das Kunstgewerbemuseum präsentiert eine umfassende Ausstellung der Möbel aus Haus Lemke in Berlin, die eines der am besten erhaltenen originalen Interieurs aus dem Werk von Ludwig Mies van der Rohe zeigt. Das 1932/33 erbaute und heute als „Mies van der Rohe Haus“ bekannte Gebäude verkörpert in seiner Innenausstattung, die in Zusammenarbeit mit Lilly Reich entstand, die Ästhetik der 1920er und 30er Jahre – eine anspruchsvolle Kombination aus Holz, Stein, Glas und Metall in streng geometrischen Formen. Während Mies erste Entwürfe erstellte, erfolgte die vollständige Einrichtung um 1937 unter Beteiligung von Reich und ehemaligen Mitarbeitern. Nach einer Zeit vielfältiger und beschädigender Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg, unter anderem als Werkstatt und Lager, wurde das Haus 1977 unter Denkmalschutz gestellt und von 2000 bis 2002 umfassend restauriert, um nun als kommunale Galerie zu dienen. Diese Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in ein wegweisendes Beispiel modernen Interieurdesigns.



    Many Shades of Grès
    Mode wird Kunst
    15.05.2026 bis 11.10.2026
    Kulturforum



    Aufsehenerregende Mode von einer der wichtigsten Wegbereiterinnen der Haute Couture im 20. Jahrhundert sowie davon inspirierte Outfits nach studentischen Entwürfen – das Kunstgewerbemuseum (KGM) präsentiert erstmals im deutschsprachigen Raum das faszinierende Werk der französischen Modedesignerin Madame Grès (1903–1993).



    Zinn vom Mittelalter bis zum Jugendstil
    24.04.2026 bis 04.10.2026
    Schloss Köpenick



    Zinnobjekte sind als integraler Bestandteil der europäischen Kulturgeschichte im Kunstgewerbe weitverbreitet und dennoch weitgehend in Vergessenheit geraten. Das Berliner Kunstgewerbemuseum zeigt in seiner Dependance in Schloss Köpenick eine Sonderausstellung, die das Zinn in seiner Verwendung vom Mittelalter bis in den Jugendstil verfolgt. Anhand von ca. 100 Kunstwerken wird dabei nicht nur die Entwicklung vom Sakralobjekt zum Gebrauchsgegenstand verdeutlicht, sondern auch die komplizierte Nutzung des Materials in der Möbelkunst



    Einer der prominentesten Vertreter dieser sogenannten Boullemöbel ist der Kunsttischler Johann Daniel Sommer, der Ende des 17. Jahrhunderts im württembergischen Künzelsau tätig war. In seinen Möbeln fügen sich Schildpatt, Horn und Zinn zu einem Dekor, der die Nähe zur Malerei und Goldschmiedearbeit aufweist.



    2101 – Future Ceramics
    Tischkultur der Zukunft
    09.07.2026 bis 28.02.2027
    Kunstgewerbemuseum



    Wie werden die Menschen in Zukunft leben? Und wie werden sie essen und trinken, welche alltäglichen Rituale der Tischkultur könnten sich im Jahr 2101 entwickeln? Mit diesen Fragen haben sich Studierende der Universität der Künste (UdK) im Rahmen des Seminars „2101 – FUTURE CERAMICS | Tischkultur der Zukunft“ intensiv beschäftigt. Zwölf Arbeiten sind nun im Berliner Kunstgewerbemuseum (KGM) zu sehen.



    Sofie Dawo. Textile Experimente
    17.07.2026 bis 17.01.2027
    Kunstgewerbemuseum



    Die 1926 im Saarland geborene Textilkünstlerin Sofie Dawo hat ein zwar kleines, aber äußerst bedeutendes Werk hinterlassen, das hier exemplarisch vorgestellt wird. Ihre textilen Werke sind eigenständige Bild-Kunstwerke, deren Herstellungsprozesse mit dem spezifischen Material in das Objekt eingeschrieben sind. Dawo kalkulierte dabei das Unvorhersehbare, die, wie sie sagte, „auftauchenden Überraschungen“ bewusst ein. Ihre textilen Experimente sind frei von jeder Funktion oder Anwendung und entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung in die Kategorien Kunst oder Handwerk – sie stehen für sich.